Besuch in Didim 2013

Fünf unvergessliche Tage verbrachten kürzlich elf Teilnehmerinnen und Teilnehmer des offiziellen Austauschen aus Laubach in  ihrer Partnerstadt im türkischen Didim. Neben Bürgermeister Peter Klug und der Vorsitzenden des deutsch-türkischen Partnerschaftsvereins Laubach-Didim, Doris Kircher, nahmen ihr Stellvertreter Ayhan Zeybek und die Mitglieder Ute und Kurt Lotz, Klaus und Karin Schork sowie Horst und Andrea Rübsam an der Begegnung teil. Auch der Schulleiter der Friedrich-Magnus-Gesamtschule, Wolfgang Hölzer, und Lehrer Sven Feuchert waren dabei, um die Kontakte der Schulen neu zu beleben, die seinerzeit Ursprung der Städtepartnerschaft waren. Nach der Anreise von Frankfurt über Izmir stand am ersten Tag  sofort der Besuch bei Bürgermeister Mümin Kamaci auf dem Programm, wo alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer herzlich begrüßt wurden. Als Gastgeschenk hatte Laubachs Bürgermeister Peter Klug einen Feuerwehrhelm mit Laubach-Logo und eine Flasche süßen Wein aus deutschen Landen überreicht. Den Feuerwehrhelm deshalb, weil Didim nach den Besuchen vor Jahren in Laubach eine neue Feuerwache gebaut hat und dort auch nach deutschem Vorbild eine für türkische Verhältnisse seltene freiwillige Feuerwehr gegründet hat. Ferner stellte sich nach den Berichten von Bürgermeister Kamaci  heraus, dass Didim als eine der ganz wenigen Orte in der Türkei  eine Kläranlage nach deutschem Vorbild gebaut hat und alle Häuser inzwischen ans Kanalnetz angeschlossen sind.
Nach der offiziellen Begrüßung ging es dann weiter zu einer kleinen Stadtbesichtigung, bei derdie Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Neubau der Moschee besichtigen konnten – ein wahrer Prachtbau, der vollständig durch Eigenleistung und Spenden erstellt wurde. An die gemeinsamen Abendessen mit vielen Gesprächen erinnern sich alle Laubacher genauso gerne zurück wie an die Ausflüge an jedem der fünf Tage. Einen großen Verdienst an der gelungenen Kommunikation hatte dabei der Dolmetscher der Gruppe,  der zweite Vorsitzende des Deutsch-Türkischen-Freundeskreises Laubach-Didim, Ayhan Zeybek.
Als spannend stellte sich auch der Besuch bei Landrat Ersin Emiroglu heraus, der die Gäste herzlich empfing und größtes Interesse daran zeigte,mit dem türkischen Kader im Winter einmal zum Ski-Langlauf in den Vogelsberg zu kommen.
Zum Besuchsprogramm der Laubacher mit ihren Gastgebern gehörte auch die Besichtigung des neuen Yachthafens D-Marin in Didim für mehr als 1000 Yachten, ein Trip mit einem Ausflugsboot in die einzelnen Buchten mit der Möglichkeit zum Baden oder die Besichtigung des weltberühmten Apollo-Tempels als Wahrzeichen der Stadt Didim mit der Medusa. Einzelne Ausflüge in die nähere Umgebung zum Kennenlernen von  Land und Leuten,   Fahrten in die nahegelegene Touristenstadt  Kusadasi, in das kleine Bergdörfchen Sirence (bei Selcuk), wo angeblich die Welt zum Ende des Maya-Kalenders nicht untergehen sollte, wie zur letzten Ruhestätte der Muttergottes bei Ephesus ergänzten das Programm des Austausch. Ein Highlight und für alle unvergesslich war der Besuch eines traditionellen Polterabends in Türkei, „bei dem die Menschen uns so herzlich in Empfang nahmen, dass wir kurzerhand auch zu der  Hochzeit einen Tag später eingeladen wurden“, erinnerte sich  Bürgermeister Klug, der im Namen der ganzen Laubacher Gruppe den Brautleuten – für eine türkische Hochzeit traditionsgemäß – einige Geldscheine (aus dem eigenen Privatbudget) anheftete.
Für Schulleiter Hölzer und Lehrer Feuchert ging es um weitere Schüleraustausche in der Zukunft. Mittlerweile gibt es auch einen Kontakt zwischen dem Laubach-Kolleg und der Oberstufenschule (Anadolu Lisesi).Die Friedrich-Magnus Gesamtschule hat nun einen neuen Kontakt zu einer weiteren Schule in Didim hergestellt und plant mit dieser ebenfalls einen Schüleraustausch für das Schuljahr 2014/15. Die Kommunikation wird dabei in Englisch stattfinden, da diese Sprache auch in der Türkei erste Fremdsprache ist.
Gerne erinnern sich Teilnehmer der Fahrt auch an den Tourismusempfang in einem Fünf-Sterne Hotel, an dem Bürgermeister Klug gebeten wurde,  ebenfalls eine Rede zu halten. Dank Simultanübersetzer war dies auch kein Problem und beide Bürgermeister stellten fest, dass die politischen Diskussionen über das Für und Wider der Tourismusförderung in beiden Städten ähnlich sind. Kamaci und Klug machten deutlich, dass Tourismus nur funktioniere, wenn auch Geld in diesen Bereich investiert wird. Man vereinbarte eine Unterstützung für die Bewerbung der eigenen touristischen Angebote in der jeweils anderen Stadt – etwa durch das Korrekturlesen von Prospekttexten.  Für ein „Hallo“ sorgte eine Begegnung auf dem Markt in Didim, wo man nicht nur eine Vielzahl von Obst- und Gemüsesorten sowie allerhand Plagiatsprodukte, sondern auch zwei Laubacher fernab der Heimat entdeckte. 
Bei der Abreise in Didim blickten die Laubacher auf fünf anstrengende Tage voller positiver optischer wie menschlicher Eindrücke zurück und dankten ihren Gastgebern herzlich. Der Dank von Bürgermeister Peter Klug galt ganz besonders dem Partnerschaftsverein aus Laubach dafür, dass man die Städtefreundschaft trotz oft schwieriger Phasen nie aus den Augen verloren habe. Wer Interesse an den Partnerschafts-Aktivitäten mit Didim hat, kann sich bei Doris Kircher, Tel.: 06405-6547, melden.