Stadttheaterbusse fahren nach Gießen

Das Programm für 2019 / 2020 finden Sie hier als PDF-Dokument.

Kurzbeschreibungen der Aufführungen für die Fahrten zum Stadttheater Gießen 2019/2020

Sonntag, 20.10.2019/Großes Haus/19:30 Uhr
LE NOZZE DI FIGARO
Oper von Wolfgang Amadeus Mozart | in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Der sinnenfreudige Graf Almaviva liebt die attraktive Zofe Susanna, diese aber liebt nur ihren Verlobten, den titelgebenden Figaro; die Gräfin hingegen liebt ihren Grafen – und der Page Cherubino liebt ganz einfach alle Frauen. Ein pikantes Verwirrspiel über die Untreue des Adels, schlaue bis intrigante Diener, schelmische Beziehungsspiele und alle Facetten menschlicher Unperfektion.
Thomas Goritzkis geistvolle wie temporeiche Inszenierung aus dem Jahre 2011 wird in teilweise neuer Besetzung frisch in Szene gesetzt. Mozart und sein kongenialer Textdichter Lorenzo Da Ponte entfachen mit LE NOZZE DI FIGARO ein turbulentes Feuerwerk, das nach COSÌ FAN TUTTE und DON GIOVANNI ein unvergleichliches Opern-triptychon vervollständigt.

 

Samstag, 02.11.2019/Großes Haus/19:30 Uhr
MORD A CAPELLA
Krimikomödie nach Madeleine Giese in einer Fassung von Wolfgang Hofmann

Eine einsame Villa, eine Gewitternacht. Und mittendrin die SCHMACHTIGALLEN, eingeladen von einer exzentrischen Millionärin. Ein Mord geschieht. Alle haben ein Tatmotiv. Aber kann es wirklich sein: einer der Vier ein Mörder? Was ist mit den anderen Bewohnern des Hauses? Dem undurchsichtigen Pianisten oder der mürrischen Haushaltshilfe? Mit List und Liedern spielen die Schmachtigallen Detektiv und kehren – nicht allein musikalisch – zu ihren Wurzeln zurück. Denn ihr unsichtbarer Gegner kennt kein Vergessen und nichts ist, wie es scheint.

 

Donnerstag, 12.12.2019/Großes Haus/19:30 Uhr
DER BABIER VON SEVILLA
Oper von Gioachino Rossini | in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

DER BARBIER VON SEVILLA – eine der beliebtesten komischen Opern des Italieners Gioachino Rossini – erzählt die Geschichte des Grafen Almaviva, der die hübsche Rosina erobern will. Aber sie wird vom alten Doktor Bartolo strengstens bewacht, denn dieser will sein Mündel selbst so schnell wie möglich heiraten. Um die Pläne des Alten zu vereiteln, hat Almavivas Freund Figaro einige Ideen: nach mehreren Liebesbriefen, Verkleidungen und Verwechslungen triumphiert die Liebe. Serenaden, Duette, Ensembles mit vielfältigen Koloraturen in den Gesangslinien sowie ein raffinierter Orchestersatz unterstreichen den Humor der Handlung.

 

Sonntag, 15.12.2019/Großes Haus/15:00 Uhr
AN DER ARCHE UM ACHT
Familienstück von Ulrich Hub | für alle ab 6 Jahren

Drei Pinguine sind die allerbesten Freunde auf dem ewigen Eis. Watschelnd, fischend und raufend philosophieren sie über die großen Fragen des Lebens: Gibt es einen Gott oder gibt es ihn nicht? Wer, was oder wo ist Gott? Und warum sollte er jemanden bestrafen? Während sie sich in Streitereien über Gott und die Welt verfangen, bemerken sie nicht, dass dunkle Wolken aufziehen. Eine Taube erscheint und berichtet von der kommenden Sintflut. Für jede Tierart gibt es zwei rettende Tickets für die Arche Noah. Aber die Pinguine sind zu dritt und ein Pinguin kann doch einen anderen Pinguin nicht im Regen stehen lassen ...
Ulrich Hubs wundervolle Komödie über ein liebenswertes wie frech-naives Trio erhielt bereits 2006 den Deutschen Kindertheaterpreis. Mit DER DICKSTE PINGUIN VOM POL und AN DER ARCHE UM ACHT zeigt das Stadttheater Gießen in dieser Spielzeit zwei Kinderstücke von Ulrich Hub über ganz besondere Tiere. Ensemblemitglied Lukas Goldbach inszeniert AN DER ARCHE UM ACHT mit Musik, Slapstick und turbulentem Tiefgang für die ganze Familie.

 

Freitag, 17.01.2020/Großes Haus/19:30 Uhr
SPATZ UND ENGEL
Theaterstück mit Musik von Daniel Große Boymann und Thomas Kahry | nach einer Idee von David Winterberg | in einer Bearbeitung des Stadttheater Gießen

Edith Piaf, der „Spatz von Paris“ und Marlene Dietrich, der „blaue Engel“, waren zwei der bekanntesten Diven des 20. Jahrhunderts. Die beiden begegneten sich 1948 in New York und pflegten seitdem eine intensive Freundschaft, die in der Öffentlichkeit nahezu unbeachtet geblieben ist. Unvergessliche Evergreens wie „La vie en rose“, „Je ne regrette rien“ oder „Frag nicht, warum ich gehe“ und „I wish you love“ prägen diesen szenischen und musikalischen Bilderbogen, der vom ersten Kennenlernen der beiden großen Stars bis hin zu Piafs verfrühtem Tod 1963 in Südfrankreich und Marlenes Rückzug in ihre Pariser Wohnung reicht. Für diese Paraderollen kehren Sophie Berner und Andrea M. Pagani nun gemeinsam wieder zurück an das Stadttheater Gießen.

 

Sonntag, 09.02.2020/Großes Haus/19:30 Uhr
TARTUFFE
Komödie von Molière

Eine messerscharfe Komödie, ein Riesenskandal und seit über 350 Jahren ein Bühnenhit – Molières Meisterwerk über Heuchelei, Manipulation und den gefährlichen Glauben an einfache Wahrheiten erfährt gerade eine hochpolitische Renaissance: Madame Pernelle und ihr Sohn Orgon sind begeistert von ihrem neuen Hausgenossen, dem scheinbar kompromisslos frommen Tartuffe, während Orgons restliche Familie samt Personal dem redegewandten Lebenskünstler misstraut. In grenzenloser Verehrung liest Orgon dem Gast jeden Wunsch von den Lippen ab, setzt ihn als Erben ein und will sogar Tochter Mariane mit ihm verheiraten, obwohl diese bereits mit Valère verlobt ist. Dabei hat Tartuffe insgeheim viel mehr Appetit auf Orgons junge Frau Elmire, der er sich bei jeder Gelegenheit zu nähern versucht. Für erstaunlich lange Zeit kommt der geschickte Schwindler damit durch – denn Orgon erkennt die Wahrheit nicht einmal dann, wenn man sie ihm ins Gesicht sagt …

 

Sonntag, 01.03.2020/Großes Haus/19:30 Uhr
WER, WENN NICHT WIR – DIE SCHWÄTZER
Operetten-Revue mit Musik von Jacques Offenbach unter Verwendung seiner Operette „Les Bavards“

Die drei Gießener Schwätzer Mariechen, Waldemar und Justus entern die Bühne des Stadttheaters: Wenn in Gießen Schwätzer auf der Bühne agieren, dann können nur sie selbst in den Hauptrollen besetzt werden, denn wer sollte dafür besser geeignet sein. Doch nicht nur das: Die Drei Schwätzer finden auch sehr deutliche Worte für das „einfältige“ Operetten-Libretto, das zur Aufführung kommen soll. Widerworte sind, wie jeder weiß, bei diesen drei sehr speziellen Persönlichkeiten sowieso zwecklos. Wie können also Regisseurin und Ensemble die ungebetenen Gäste wieder loswerden? Wie das Chaos bändigen? Und was sagt der Komponist höchstselbst dazu? Eine Operette in einer Operette mit viel Musik aus dem so reichen Schaffen des Großmeisters Jacques Offenbach.

 

Freitag, 20.03.2020/Großes Haus/19:30 Uhr
DER VORNAME
Komödie von Matthieu Delaporte und Alexandre de La Petellière

Ein gemütlicher Abend mit gutem Essen in familiärem Kreis soll es werden. Der Literaturprofessor Pierre und seine Frau Elisabeth haben eingeladen: Elisabeths Bruder Vincent und seine schwangere Lebensgefährtin, dazu Claude, ein Freund seit Kindertagen. Doch für Vincent bedeutet gemütlich langweilig. So verkündet er der fröhlichen Runde, dass sein noch ungeborener Sohn Adolphe heißen wird. Einfach mal so, nach der Vorspeise. Die heftige Debatte, die er damit lostritt, genießt der Provokateur spürbar. In dem hochkochenden Familienstreit werden nun aus gutem Grund nie ausgesprochene Wahrheiten als Argumente ins Feld geführt. So läuft das Familientreffen gänzlich aus dem Ruder. Und der Abend wird zu diesem Abend.

 

Donnerstag, 02.04.2020/Großes Haus/19:30 Uhr
LAZARUS
Von David Bowie und Enda Walsh |nach dem Roman „The Man Who Fell to Earth“ von Walter Tevis |
Deutsch von Peter Torberg

Kurz vor seinem Tod schrieb Pop-Ikone David Bowie sein einziges Musical, eine berührende Geschichte über das Ewige Leben: Thomas Newton, der Außerirdische, kam auf die Erde, um Wasser für seinen ausgedörrten Planeten zu beschaffen. Jahre später sitzt er noch immer hier fest, betäubt sich mit Gin und wird gequält von einer vergangenen Liebe. Er kann nicht sterben, ersehnt Erlösung. Als eine weitere verlorene Seele in sein Leben tritt, schöpft Newton Hoffnung: Könnte sie ihm dabei helfen, seine lang ersehnte Reise anzutreten?
Der weltweite Erfolg LAZARUS ist, obwohl randvoll mit Bowie-Klassikern wie „The Man Who Sold The World“, „Absolute Beginners“, „Heroes“ oder „This Is Not America“, weit davon entfernt, ein Jukebox-Musical zu sein. Entwickelt mit dem irischen Dramatiker Enda Walsh, funktioniert der Text in seiner Abgründigkeit und Poesie in glänzender Symbiose mit Bowies Musik.

 

Sonntag, 31.05.2019/Großes Haus/19:30 Uhr
DON JUAN – DER KATALOG DES VERSAGENS
Tanzabend von Tarek Assam | Musik von Abdullah Ibrahim, Astor Piazzolla u.a.

Die Faszination um „Don Juan“ ist ungebrochen: ein Mythos, mit dem sich Kulturschaffende seit Jahrhunderten in vielen Genres auseinandersetzen. Tarek Assam reflektiert in seinem neuen Tanzabend die Geschichte des schillernden Verführers, der – verstrickt in zahllose Affären und Lügengebilde – selbst vor Mord nicht zurückschreckt. Assam lotet die Tiefe der Seele dieses verwegenen Herausforderers geltender Moral aus und hinterfragt mit den Mitteln des zeitgenössischen Tanzes erotische Wünsche und das Konfliktfeld um Machtmissbrauch und Gewissen genauso wie männliche und weibliche Stereotypen unserer Tage. Die live von Mitgliedern des Philharmonischen Orchesters Gießen interpretierte Musik bringt den Mythos um „Don Juan“ musikalisch differenziert zum Klingen.

 

Karten erhalten Sie im Kultur- und Tourismusbüro der Stadt Laubach, Bahnhofstraße 1, Tel. 06405 - 921 372 oder r.keil@laubach-online.de.