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Flüchtlinge besuchen ortsansässige Unternehmen

Die Jugendlichen, die derzeit ihren Realschulabschluss am Laubach-Kolleg anstreben, konnten einen Einblick in drei verschiedene Unternehmen und die dort auszuübenden Berufe gewinnen. „Den Jugendlichen werden in Laubach einmalige Chancen geboten.“, so Schulleiterin Ellen Reuther. Zu den Unterstützern des Projekts gehörten an diesem Tag die Firma Roemheld in Ruppertsburg, das Oberhessische Diakoniezentrum in Laubach und der Autodienst Oemler in Wetterfeld.
In der Firma Roemheld wurden die Jugendlichen durch die verschiedenen Bereiche von der Fertigung bis zur Montage von Max Dietz und Niklas Becker, beide langjährig im Betrieb tätig und an der Ausbildung beteiligt, begleitet. Durch den Rundgang konnte ein sehr guter Eindruck über die möglichen Arbeitsfelder vermittelt werden. Die großen Möglichkeiten, die in dem Unternehmen Roemheld den möglichen Auszubildenden geboten werden, weckten das Interesse der jungen Menschen und sorgten für Begeisterung.
Ähnlich gestaltete sich das Bild während des Besuchs im Alten- und Pflegeheim des Oberhessischen Diakoniezentrums in Laubach. Auch hier wurde den Realschülern aufgezeigt, welche zahlreichen Möglichkeiten sich ihnen bieten. Die Berufsbilder reichen vom Gesundheitspfleger bis hin zum Verwaltungsmitarbeiter oder Erzieher und trafen somit vor allem bei den jungen Frauen auf Zuspruch. Die Leiterin der Einrichtung Gabriele Schäfer-Klaus betonte jedoch, dass auch junge Männer gerne gesehen werden. Und weiter: „Ich bewundere die Arbeit und Anstrengung der jungen Menschen. Das gezeigte Interesse hat mir großen Spaß gemacht.“
Als drittes Unternehmen und um ein weiteres Berufsfeld miteinzubeziehen wurde der Autodienst Oemler in Wetterfeld angesteuert. Hier erläuterte Martin Oemler den interessierten Zuhörern, dass die Arbeit in einer Autowerkstatt schon lange nicht mehr aus dem reinen Schrauben besteht. Diese Information fanden insbesondere die jungen Männer der Realschulklasse interessant, die eine völlig andere Vorstellung von dem Beruf hatten.
Abschließend fanden sich alle Beteiligten zu einem gemeinsamen Austausch und Resümee im Jugendgästehaus Laubach ein. Joachim Kühn, Stadtverordnetenvorsteher der Stadt Laubach, zog ein positives Fazit des Tages: „Die Bereitschaft der Unternehmen teilzunehmen und sich zu präsentieren war sehr groß, wofür wir sehr dankbar sind. Auch das Interesse der Jugendlichen war stark vorhanden. Für die Zukunft ist es jedoch wichtig, dass Praktika einen richtigen Einblick in die Berufswirklichkeit bringen. Daher ist diese Tagestour nur ein Anstoß bzw. ein Türöffner, um die Jugendlichen weiter zu vermitteln.“ Auch die Jugendlichen bedankten sich dafür, dass ihnen eine Zukunft in Laubach ermöglicht wird. Der Tag ergab für sie neben zahlreichen Informationen und einer Vorstellung davon wie Arbeit in Deutschland aussehen kann, auch Chancen und Gesprächstermine für Praktika. Daher appellierte auch Bürgermeister Peter Klug an die Realschüler: „Nutzt die Chance. Die Sprache ist dabei der Weg zum Erfolg. Nutzt die Menschen, die euch helfen wollen, und die Möglichkeiten, die geboten werden. Das persönliche Gespräch im Rahmen einer Bewerbung ist wichtig. Dazu gehört sich vorher über den Betrieb zu informieren, damit ein zielstrebiges und selbstbewusstes Auftreten möglich ist. Das ist der Schlüssel zum Erfolg.“
Das Ergebnis dieses Tages war die Aussicht auf berufliche Perspektiven und Praktika, einen halbtags Job sowie die Hilfe und Unterstützung für die Zeit nach dem Schulabschluss. Der Weg in eine Ausbildung kann durch die Zusammenarbeit in diesem Netzwerk sehr erfolgreich und zukunftsweisend gestaltet werden. Jetzt liegt es an den Jugendlichen den letzten entscheidenden Schritt selbst zu gehen.