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Der ländliche Raum bietet Standortvorteile für Flüchtlinge

Auf diese Erfolge aufbauend wurden drei Gemeinschaftsunterkünfte für insgesamt 96 Flüchtlinge geschaffen, zwei Einrichtungen für unbegleitete Flüchtlinge in zwei Stadtteilen errichtet, Standorte für eventuell erforderliche weitere Gemeinschaftsunterkünfte benannt und die Unterbringung von weiteren Flüchtlingsfamilien in Privatunterkünften organisiert. Zurzeit leben 146 Flüchtlinge in Laubach, davon sind 93 unter 25 Jahren alt.
Zu den bisher ergriffenen Maßnahmen und Erfolgen in Laubach gehört die Bildung des „Freundeskreis Asyl“, der eine ehrenamtliche Flüchtlingshilfe in verschiedenen Bereichen bietet. Zudem wurde ein hauptamtlicher Sozialkoordinator eingesetzt, wöchentliche Flüchtlingstreffs und das monatliche Café Pax angeboten, die Zusammenarbeit mit örtlichen Schulen gefördert und Jugendhilfeeinrichtungen errichtet.
Die Ziele des Projekts „Angekommen- Modellprojekt zur Integration von Flüchtlingen auf dem Land“ schließen an die bisherigen Maßnahmen an und wollen die bereits erreichten Erfolge fortsetzen. Das Projekt soll Flüchtlinge über die Standortvorteile des ländlichen Raumes, wie günstigen Wohnraum, soziales Engagement, bessere Integrationsmöglichkeiten sowie Möglichkeiten für berufliche Qualifikationen, aufklären und diese verdeutlichen. Dazu wurden im Rahmen des Modellvorhabens Handlungsfelder beschlossen, die bearbeitet werden sollen. Dazu gehört, dass Betreuungs- und Schulstandorte für Flüchtlinge weiter ausgebaut werden und an den gesellschaftlichen Erfordernissen ausgerichtet werden. Außerdem sollen in dem Feld Sozialarbeit z.B. frühzeitige Hilfs- und Beratungsangebote geschaffen werden, in der Kulturarbeit sollen Flüchtlinge durch gezielte gemeinsame Aktivitäten am kulturellen Leben der Stadt teilhaben. Das Handlungsfeld Wohnraum und Wohnumfeld dient dazu den Wohnraumbedarf für Flüchtlinge zu ermitteln und entsprechend zu akquirieren. Zu den Handlungsfeldern gehören außerdem noch die Bereiche Arbeit und Ausbildung, Vereinsarbeit und Öffentlichkeitsarbeit für Flüchtlinge und Einheimische. Peter Klug, Bürgermeister der Stadt Laubach, kommentiert das Projekt: „Wir sind froh, dass wir als Modellkommune ausgewählt wurden und wollen diese Chance nutzen. Flüchtlinge sollen in Laubach dauerhaft integriert werden und dazu wollen wir mit dem Projekt „Angekommen“ einen Beitrag leisten.“
Den Auftakt des Projekts bildet eine Veranstaltung zum Thema Arbeit im Januar 2017. Weitere Termine zu den Themen Wohnraum und Mobilität werden in den kommenden Monaten folgen. Hierzu ist jeder Interessierte eingeladen gemeinsam mit den Projektpartnern und verschiedenen Fachreferenten an den Fragestellungen zur Integration von Flüchtlingen im ländlichen Raum zu arbeiten. Weitere Infos zu den Veranstaltungen werden im Vorfeld bekannt gegeben.